22:18 Uhr

*seufz* Es ist wohl an der Zeit, aus der Anonymität zu treten. Man kann ja fast den Eindruck gewinnen, dass ich gar nicht mehr am Häkeln bin. Das stimmt nicht, ich hatte nur bis vor einer Woche daheim kein Internet und wollte meine ein, zwei oder auch drei Werke nicht immer mit’m Smartphone knipsen und dann umständlich über die Handyapp bloggen. Jaaaa, das geht alles, aber ich hatte einfach keine Lust dazu. So. haha

Seit ich in FFM wohne, bin ich mehr oder weniger am Verzweifeln. Warum? Weil ich den PERFEKTEN Wollladen einfach noch net fand. Ich glaube insgeheim, dass es den auch gar nicht gibt. Zwar bin ich bei Ravelry in der Frankfurt Städtegruppe, wo man Wollläden um und in Frankfurt sammelt und was is?? Die besten Wollläden sind in *Trommelwirbel* Meenz. Son bissl fühl‘ ich mich ja schon vereiert. Und nein, fürn Knäuel oder auch mehr fahre ich nicht mehr in meine alte Heimat. In der Tat vermisse ich Meenz keinen einzigen Tag. Es ist fast so, als ob ich immer in FFM wohnte und nie woanders. Komisch (:

Von Opas Burzeltagsgeld habe ich mir einen Eyecatcher für meinen Flur gekauft und jeden Tag erfreue ich mich daran – gleichzeitig stillt es mein Heimweh nach Europas schönster Stadt:

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Schön, oder? Gibt’s auch für andere Städte. Schau einfach hier.

Ich wollte für diesen Winter eine Pudelmütze haben, fand aber keine schöne Strickanleitung für meine Mama (ich kann nur häkeln) und als ich dann aus Mangel an gscheiten Wollläden bei Karstadt für Nachschub sorgte, fiel mir neue Wolle von Schachenmayr ins Auge: die Farben – wunderschön, das Material: traumweich, die Nadelstärke: 7-8. Gekauft und die Anleitung rausgekramt, weswegen ich dieses Jahr mit’m Häkeln anfing. Ohne Pompom schaut sie so aus:

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Das Blau ist unglaublich schön, auch alle anderen Farben können sich sehen lassen, so dass es leicht zur Qual der Wahl wird, weil man sich nicht gut entscheiden kann. Mit Pompom (und mieser Bildqualität) sieht sie so aus:

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Da ich morgen zeitig aus der Koje muss – die Hospitation in Wiesbaden steht an – poste ich nur noch ein Bild von dem fertigen Rucksack. Na ja, „Sack“ trifft’s wohl eher, denn bisher konnte ich mich noch nicht entscheiden, ob und wie ich die Gurte an ihm befestige (oh Mann! Mir fiel grad nicht das Wort Gurte ein, na ja, ich war mir nicht sicher, ob die tatsächlich Gurte heißen und was tu‘ ich da? Ich schau bei Wikipedia *hahahahahaha). Jedenfalls sieht er so aus und ist soooooo wunderschön:

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Die Anleitung gibt’s hier. Ja, ich weiß, oftmals schreckt man vor Anleitungen in Englisch zurück, aber wenn man sich hinter die Ausdrücke wie ch (chain) = Luftmasche, tr (treble crochet) = Doppelstäbchen, slst (slip stitch) = Kettmasche etc. die deutsche Übersetzung schreibt, kann man jede englische Anleitung bewältigen. Und wenn es gar nicht geht, gibt es immer noch Hilfe 1 und Hilfe 2 (:

Und nun check‘ ich in die Koje ein.

Gute Nacht,

ياسمين

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00:14 Uhr

Also, mit einem Knäuel Baby Bravo von Schachenmayr schafft man ein 63 cm breites und 31 cm langes Stück:

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Da jetzt natürlich das Teil immer größer wird, denke ich, dass ich wohl noch so 2,5 Knäuel benötigen werde. Son halbes hab ich hier noch liegen, darf das aber erst noch entwirren (suuuuupi!). Und dann irgendwann wird das Tuch fertig sein (:

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ياسمين

Nummer 73

R.I.P. tesafilmaddicted.tumblr.com

Die Rassel häkelte ich an einem kompletten Wochenende Anfang April, den Post dazu veröffentlichte ich ein paar Tage später in meinem alten Bastelblog. Klar hätte ich den Post neuschreiben können, aber, ich hatte keine Lust (: 

Nr. 73 ist ein Geschenk für Nr. 83 gewesen, allerdings werde ich wohl noch eine weitere machen müssen (eigentlich hatte ich das nie, nie, nie wieder vor), denn der Papa des Babies spielte in einer Tour mit ihr. Ja, so kann das manchmal mit tollen Geschenken passieren 🙂

Mir war schon sehr lange klar, dass ich für Familie D. in FFM eine Babyrassel selbst häkeln wollte. Und nach ein bissl Suchen im großen, weiten Netz fand ich diese tolle Anleitung von Babsie und investierte in sie – wie ich finde, zahlte sich das total aus.

Vor langer Zeit versprach ich dem Papa, mich in den ersten sechs Jahren mit pink und Hello Kitty zurückzuhalten – ich fand gar eine Hello Kitty-Rassel, aber da ich fast immer brav bin, entschied ich mich für neutralere Farben.

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Nachdem ich für ein weiteres Projekt von meiner Mama von Schachenmayr die Catania bekam und ich doch ganz gut mit ihr zurecht kam, wählte ich für die Rassel die gleiche Wolle. Ich habe sehr, sehr viele Häkelnadeln, aber die von Prym finde ich persönlich sehr gut. Laut der Anleitung sollte man eine mit der Nadelstärke 2.0 nehmen. Hätte ich eine größere genommen, wäre die Rassel natürlich auch größer geworden. Aber da ich mich noch nicht so lange auf diesem Häkelpakett bewege, wollte ich keine Risiken eingehen. Im Grunde genommen ist die Rassel ein Hohlkörper, der mit einem Ü-Ei und Füllwatte gefüllt wird. Ich habe wirklich Samstagmorgen den Klang des Ü-Eis getestet, indem ich verschieden viele Perlen hineinlegte und mal kräftig schüttelte. Ogott, was ist nur mit mir los?! *hahahaha

Der ganze Spaß beginnt mit einem Magic Ring. Ohne die Anleitung von elizzza wäre ich wohl total verloren gewesen, allerdings brauchte ich den Ring auch für die Flügel, das Schwänzchen und den Schnabel und wie das so im Leben ist, klappte das natürlich nie wieder mehr. Die Alternative klappte dafür wie am Schnürrchen: man häkelt zwei Luftmaschen und in die zweite Luftmasche von der Nadel gesehen häkelt man sechs feste Maschen.

Ey, ich werde wohl nie verstehen, wieso manche Dinge sofort klappen und andere dafür nur einmal und nie wieder!

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Und jedes Mal wenn der Anfang so aussieht und es nicht klappt, weil es einfach nicht klappt, habe ich häufig keine Lust mehr weiterzumachen und würde das ganze Ding liebend gerne aus dem Fenster befördern.

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Und dann läuft’s irgendwann. Warum da ein anderer Faden ist? Das ist ein Fadenmarkierer (: damit man den Anfang der vorangegangenen Runde nicht verpasst – oja, das passiert ziemlich häufig. Zählen ist wohl doch nicht so meine Stärke…

Nach ein paar gehäkelten Runden bekommt das Ü-Ei einen schönen Hut.

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Heute ist ja erst Donnerstag (11. April 2013) und dennoch weiß ich nicht mehr, ob ich schon am Samstag Füllwatte in den oberen Teil füllte oder erst am Sonntag. Jedenfalls sieht dieser rote Oberkörper am Ende so aus.

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Im nächsten Schritt wird das Ü-Ei mit drei großen Perlen in diesen Hohlkörper geschoben und der restliche Platz wird mit Füllwatte ausgestopft. Das sieht dann fertig so aus.

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Der Faden wird abgeschnitten und vernäht, denn jetzt folgt ein Farbwechsel zu braun.

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Und, kann man schon erkennen, was es wird? *lach

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Ich hatte mich das ganze Wochenende nicht von meinem Sofa bewegt – in nächster Zeit habe ich das ganz bestimmt nicht vor, zumal es am Wochenende Bombenwetter geben soll.

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Die nächsten Schritte waren die Erstellung der zwei Flügelchen, die eigentlich mit einem Magic Ring hätten beginnen sollen. Während ich die häkelte fiel mir erst auf, dass ich die ja an den Körper irgendwie befestigen müsse. Ja. Und zwar annähen. Äh, ich kann mal grad so einen Knopf mit ach und Krach annähen. Das Häkeln war schon sehr schwer, aber wenn ich gewusst hätte, dass ich da noch so ein paar Fifiteile hätte annähen müssen, hätte ich wohl doch eine Babyrassel von Sterntaler gekauft! Erstaunlicherweise hat das Annähen gut geklappt und da ich den Arbeitsfaden sehr großzügig abschnitt, konnte ich gefühlt hundert Mal hin und hernähen.

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Die Nase aka der Schnabel hätte fast fliegen gelernt. Hier auf dem Bild sieht der recht groß aus, in echt ist er maximal nen Zentimeter groß und das anzunähen war echt nicht leicht.

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So sieht meine Rassel von vorne aus. Hätte ich noch das Blättchen an dem Ast (dat braune) gehäkelt, hätte man vielleicht eher erkennen können, dass es sich hierbei um ein (blindes) Vögelchen auf einem Ast handelt. Und erst der Klang! Babyspielsachen mit Ton und Musik gehen nach kurzer Zeit den Eltern völlig auf den Keks, für’s Baby kann es dagegen nicht laut und schrecklich genug sein. Drum fand ich es wichtig, einen Ton zu finden, der auch nach 10000000000000x Geschüttel die Eltern nicht an den Rand der Verzweiflung bringt.

Jetzt noch einmal von der Seite,

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und von hinten:

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Toll, oder?

ياسمين